Kein Kind kommt da gut durch.

Shownotes

Patchwork klingt nach großer Familie, vielen Menschen und ganz viel Liebe. Und ja, das kann es sein. Aber kann aber auch bedeuten: Komplizierte Absprachen, unterschiedliche Bedürfnissen, alte Verletzungen und jede Menge Organisationsaufwand. Vor allem dann, wenn mehrere Familien, Ex-Partner:innen, neue Partner:innen und Kinder irgendwie unter einen Hut gebracht werden wollen.

In dieser Folge sprechen Sabrina und Elisabeth darüber, wie Patchwork in ihrem Alltag tatsächlich aussieht. Wer gehört eigentlich zur Familie? Wie verändert eine Trennung das Familienleben? Und was macht es mit Kindern, wenn Mama und Papa nicht mehr gemeinsam unter einem Dach leben?

Wir sprechen über die ersten schwierigen Schritte nach der Trennung, unterschiedliche Erziehungsstile, Erwartungen und darüber, warum ein harmonisches Patchwork-Familienbild vielleicht manchmal eher Wunschvorstellung als Realität ist.

Gleichzeitig geht es um die Dinge, die wirklich zählen: Miteinander im Gespräch bleiben, Verantwortung als Eltern übernehmen und die Kinder aus den Konflikten der Erwachsenen heraushalten. Denn eines wird in dieser Folge besonders deutlich: Kinder dürfen niemals das Gefühl bekommen, für die Trennung ihrer Eltern oder deren Schwierigkeiten verantwortlich zu sein.

Und trotz aller Herausforderungen kommen auch einige positive Aspekte zum Vorschein.

Und zum Schluss geht es auch um die Frage: Was würden wir unserem früheren Ich an dem Tag der Trennung heute sagen? Vielleicht ganz einfach: Es wird alles gut. Vertraue deinem Gefühl. Und unterschätze niemals, wie stark du bist.

Eine persönliche und emotionale Folge – inklusive Pizza-Zwangspause und der Erkenntnis, dass Patchwork offenbar auch kulinarisch ein großes Ganzes aus mehreren Teilen sein kann.

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Transkript anzeigen

00:00:02: Hallo!

00:00:18: Wir sind wieder da.

00:00:19: Welcome back, außerhalb von ich sag mal Vorstellungsfolgen.

00:00:24: Wir sind hier und haben festgestellt im Rahmen der Vorstellungfolge Urlaubsfolgen und vielmehr, dass doch ein Thema relativ präsent war oder uns immer mal wieder beschäftigt hat.

00:00:39: Nämlich das Thema Patchwork, weil das im Urlaub ja doch hier und da einige Organisations- ja Herausforderungen würde ich mal sagen.

00:00:47: Er vorgerufen hat.

00:00:48: und heute sprechen wir also darüber wie es dazu kamen?

00:00:52: Wie sich der Alltag in Patchwork so gestaltet?

00:00:55: Wie ist den Kindern dabei geht vor allen Dingen?

00:00:57: Wir laufen so die Absprachen und wie ihr wisst... ... betrifft das hauptsächlich vor allen Dingen, im Alltag Sabrina und Elisabeth.

00:01:07: Und deswegen übernehme ich hier so ein bisschen heute mal die... Wie soll ich sagen?

00:01:12: Moderation!

00:01:14: Soll ich einfach moderationssagen?

00:01:16: Na gut okay, ich führe mal durch diese Folge aber.. Lenke euch so ein bisschen, ich befrage euch ein bisschen.

00:01:22: Gibt es Vorteile für die Kinder?

00:01:24: Gibt's Nachteile?

00:01:25: Was sind No-Goes?

00:01:26: Was ist erstrebenswert?

00:01:28: Was können wir den Leuten mitgeben?

00:01:30: Wie sieht eigentlich euer Alltag im Patchwork aus?

00:01:32: Ich glaube das würde die Leute doch mal interessieren!

00:01:35: Lass uns doch einfach mal los starten bevor ich hier fünf Stunden los lauere.

00:01:40: oder was meint ihr?

00:01:41: seid ihr bereit?

00:01:43: Habt ihr Lust da über Patchwork zu reden?

00:01:44: Wir müssen ja auch eigentlich den Leuten mal sagen... viele Personen in eurem Alltag und nicht nur eure, ich sag mal euren Familien die bei euch unter eurem Dach wohnen sondern auch den betroffenen Kindsvätern plus Familie usw.

00:02:00: Das heißt wir gucken mal wie weit wir gehen.

00:02:03: aber bitte liebe Leute verzeihts uns falls wir doch das ein oder andere ja aussparen.

00:02:11: Wir wollen hier natürlich niemanden angreifen oder verletzen.

00:02:14: Ja, vor allen Dingen auch zum Schutz der Kinder?

00:02:15: Ja

00:02:16: genau.

00:02:16: Natürlich vor allem immer.

00:02:17: Ich weiß, ich würde

00:02:18: uns da schon ein bisschen auslassen wollen aber...

00:02:21: Spart euch die Unterlassungsklagen!

00:02:23: Eben.

00:02:24: Nein alles gut.

00:02:25: also ich denke wir machen zum Schutz den Kindern versuchen das mal so sachlich und emotionslos wie möglich abzuarbeiten.

00:02:32: Aber was man auch sagen kann ist es bedauerlicherweise eine Familie Konstellation, wenn man das mal so sagen darf.

00:02:41: Die ja leider gar nicht so selten ist und von daher glaube ich es ist die eine oder andere Hörerin oder den einen oder anderen Hörer bestimmt interessiert sich da auch wiederfindet sich abgeholt fühlt.

00:02:54: vielleicht nimmt doch irgendwas mit.

00:02:55: wir werden sehen.

00:02:58: Lass uns doch mal anfangen.

00:02:59: seit wann Sabrina gibt es bei euch diesen Patchwork Alltag?

00:03:03: Ja seit ungefähr zehn Jahren würde ich sagen

00:03:08: Seit drei Jahren.

00:03:10: Okay,

00:03:10: und wer gehört aus eurer Sicht alles zur Familie?

00:03:14: Sabrina?

00:03:15: Ähm ... Also bei mir ... Da klingelt

00:03:19: es her!

00:03:20: Kriegen wir endlich Essen hier, das ist gut.

00:03:22: In der Postbote stelle ich die Video.

00:03:24: Das ist der Pizzer-Boter.

00:03:27: Schön

00:03:27: kurz offline.

00:03:30: So Leute, wir

00:03:31: sind satt.

00:03:33: Zwangspause, obwohl... Zwang war es nicht, ne?

00:03:36: Wir wollten

00:03:36: euch den ästhetischen Schmatz geräuschen.

00:03:39: Ich steh hier

00:03:39: drauf aber... Ja, das ist ein anderer.

00:03:42: Wir haben gedacht wir ersprachen euch das Mal und haben uns

00:03:45: später

00:03:46: Zen gegönnt!

00:03:46: Was gab's denn für eine

00:03:47: Pizza?!

00:03:48: Oh ich kann meine dann hier aussprechen.

00:03:49: Ah

00:03:49: so, Kaffee-Pizza

00:03:52: gab's.

00:03:52: Da waren mehrere Capri Sonnen drauf.

00:03:54: Genau.

00:03:55: Und du, Elisabeth,

00:03:57: was hast du zu tun?

00:03:58: Ich hatte irgendwas Scharfes.

00:04:00: Hm

00:04:01: natürlich

00:04:02: Natürlich.

00:04:03: Mit

00:04:03: Barbecue und Chalapenios.

00:04:05: Bremst zweimal!

00:04:07: Und so?

00:04:08: Rauw.

00:04:09: Curry, Ananas irgendwas.

00:04:11: Warmes Obst.

00:04:11: Dies das Ananas.

00:04:13: Apropos Ananas... Was hat das mit Ananas zu tun?

00:04:16: Na ja gut ich versuch grad den Übergang von Pizzler auf Patchwork zu kriegen.

00:04:19: wie geht das?

00:04:21: Mehrere Teile wir vergessen es einfach.

00:04:23: Die

00:04:23: zu einem großen Ganzen werden.

00:04:27: Warte kurz.

00:04:28: Ach, das war belastet wirklich.

00:04:30: Ich muss

00:04:30: mich kurz hinlegen!

00:04:32: So du hast den Satz der Folge schon gebracht, Elisabeth?

00:04:36: Ich muss dich kurz

00:04:37: hin legen.

00:04:38: Leg dich hin und geh schlafen.

00:04:39: ich hatte euch schon gefragt wir sind ja mitten in Patchwork angekommen seit wann ihr im Patchwork-Modus lebt.

00:04:47: jetzt waren wir stehen geblieben.

00:04:48: was für euch eigentlich oder wer gehört zur Familie.

00:04:52: Was ist für euch Familie?

00:04:53: vielleicht Sabrina?

00:04:54: zuerst

00:04:55: Ja, also bei uns zu Hause ist das mein Partner.

00:04:59: Meine Tochter und ich.

00:05:01: Und dann hat meine Tochter noch einen Vater natürlich.

00:05:05: Dazu eine Frau und ein Geschwisterkind.

00:05:07: Das für dich die ganze Familie?

00:05:10: Die ganze Familie meines Kindes sozusagen.

00:05:13: Das Oma und Opas und so.

00:05:14: Meine Familie ist ... Das bin ich.

00:05:18: Das sind meine Tochte.

00:05:19: Unsere zwei Kater.

00:05:21: Das ist meine Definition.

00:05:23: Und für meine Tochter ist es ... und natürlich meine Eltern noch dazu.

00:05:28: Und meine Oma, meine Schwester.

00:05:30: Ansonsten für meine tochter ist sicherlich auch noch ihr Vater, seine Partnerin.

00:05:37: Dann hat meine Tochte auch noch ein Halbbruder.

00:05:40: Weil ihr Vater aus einer vorherigen Beziehung einen Kind

00:05:45: hat.

00:05:46: Ja, das Bund, ne?

00:05:47: So eine Definition von Familie würde ich sagen.

00:05:49: Genau!

00:05:50: Ja, also ... wie sieht denn der Patrick-Alter jetzt aus bei euch?

00:05:54: Können die das mal kurz zusammenfassen.

00:05:56: Wie kann man sich das vorstellen?

00:05:57: Leben die Kinder nur bei euch!

00:05:59: Was habt ihr für ein Modus?

00:06:00: Erzählt doch mal.

00:06:02: Sabrina, vielleicht fängst du mal kurz an.

00:06:05: Das hat sich bei uns immer mal gewandelt und aktuell ist es so, dass meine Tochter vorwiegend bei mir, sprich bei uns lebt und bei ihrem Vater plus Familie ja.

00:06:18: Ohne festen Rhythmus immer mal wieder ist, je nachdem wie es passt.

00:06:23: Weil in dem Alter meines Kindes auch andere Interessen an den Wochenenden hinzukommen ... Ja vielleicht kann man das so kurz zusammenfassen?

00:06:30: Bei

00:06:30: uns ist es jetzt natürlich auch alters- oder schulbedingend.

00:06:36: Es war bis vor Kurzem faktisch alle zwei Wochenenden und unter der Woche war's auch machbar so ein bis zweimal.

00:06:46: und jetzt müssen wir aber glaube ich neu justieren, weil jetzt einfach auch glaube ich mit einer neuen Schule das bisschen anstrengender länger und umfangreicher wird.

00:06:58: Und da schauen wir einfach mal also auf jeden Fall alle zwei Wochenenden.

00:07:02: Das ist aber auch dem Umstand geschuldet.

00:07:05: Ich weiß nicht wie es bei dir Sabrina Aber der Kindesvater wohnt auch nicht um die Ecke.

00:07:09: Also das ist nicht, dass mein Kind jetzt zu Fuß einfach mal kurz zwei Straßen weitergeht und sage ich mal eine gewisse Flexibilität hat ihren Vater zu sehen.

00:07:19: Und er wohnt halt nicht in Schwerin außerhalb ein bisschen außerhalb und von daher muss es auch ein bisschen abgesprochen werden und auch fest strukturiert sein ja.

00:07:27: Das war euch auch so ne?

00:07:29: Genau da wohnt der Kindeszvater auch an einem anderen Ort genau.

00:07:31: Und habt ihr das jeweils also ich sag mal das Modell so nenn ich's mal jeweils mit den Kindern abgesprochen?

00:07:37: Nein.

00:07:38: Es

00:07:38: ist immer muss aber auch dazu sagen, dass es auf den Umständen geschuldet.

00:07:41: also ich sag mal so wir sind hier in unserem Zuhause geblieben.

00:07:45: der Kindsvater ist ausgezogen und Wir sind hier ansässig sind hier gemeldet.

00:07:50: sie ist hier zu Schule gegangen oder geht jetzt zur Schule an die entsprechenden wie sagt man Einzugsgebiet schulen und So ist das halt ja.

00:07:58: also von daher

00:07:59: hat sich das so ergeben.

00:08:00: Das steht vor Wochen gibt's

00:08:02: keine zwei Meinungen

00:08:04: Bei euch habt ihr das mit eurem Kind besprochen?

00:08:06: Oder man sieht es jetzt schon ein bisschen älter ist wahrscheinlich auch noch mal was anderes.

00:08:10: Genau, also von daher kann mich vielleicht alles gar nicht mehr so ganz genau erinnern.

00:08:14: aber wir haben uns immer versucht bedürfnis oder bedarfsorientiert neu anzupassen und generell einfach zu strukturieren.

00:08:22: natürlich gab's da immer Gespräche mit dem kind Und uns jedenfalls immer das Wichtigste, dass sie damit möglichst feines.

00:08:31: Mich würde nur noch mal interessieren was hättet ihr denn gemacht?

00:08:34: Also wenn ihr jetzt sagt, ihr hättest unbedingt zum Beispiel der Vater hätte drauf bestanden, Elisabeth bei euch... Ich will unbedingt eine ganze Woche also, dass man dieses Fifty-Fifty-Modell normales beispielen.

00:08:44: Also er hätte ne Fünfzig Prozent gewollt und du.

00:08:48: Wie werdet ihr damit umgegangen?

00:08:49: und was hattet ihr gemacht, wenn das Kind das anders gesehen hätte?

00:08:52: Welches Modell auch immer?

00:08:54: Also hättet ihr darauf Rücksicht genommen?

00:08:59: Es stand nie zur Debatte, ehrlich gesagt.

00:09:01: Es war von Anfang an klar wie ihr es lebt!

00:09:03: Ja, erst mal kannten wir es ja auch vorher schon als er noch hier wohnte.

00:09:07: Auch mit seinem Sohn, das muss

00:09:08: man sagen.

00:09:09: Da war das ja schon so bekannt.

00:09:11: und dann als es nämlich darum ging wie wir das jetzt weiterführen haben wir uns auch an den daran orientiert dass die Geschwister also meine Tochter und ihr Halbbruder sich sehen also dass die Wochenenden immer matchen.

00:09:24: Das ist meine Tochte der dann bei ihrem Vater ist wenn auch sein Sohn da ist sodass da der Kontakt nicht wirklich abbricht.

00:09:31: Und ich bin gar kein Fan vom Wechselmodell, muss ich sagen.

00:09:35: Ich halte davon gar nichts.

00:09:36: Da mögen jetzt ganz viele Psychologen oder wer auch immer Mitarbeiter des Jugendamts vielleicht dagegen halten.

00:09:42: Das kann nur für die Eltern gut sein, weil sie ...

00:09:46: Jeder seinen Bedürfnis erfüllt?

00:09:47: Ja und da geht es ja dann auch um Geld oder so, das nehme ich auch mal an.

00:09:51: Aber fürs Kind, wochenweise... aus einem Alltag, aus seinem Rhythmus rausgezogen zu werden finde ich das schwierig.

00:10:01: Das kann funktionieren wenn die Eltern sich richtig gut verstehen trotzdem und relativ dicht beieinander wohnen dass das Kind auch eine gewisse dass da eine gewisse gute Kommunikation da ist und ne gewisse Nähe.

00:10:15: Ansonsten, wenn die Eltern kein gutes Verhältnis haben oder auch nicht am gleichen Ort wohnen das ist doch.

00:10:20: wie soll das funktionieren?

00:10:21: Das ist ja nur Stress für ein Kind!

00:10:24: Und das steht für mich überhaupt nicht zur Debatte.

00:10:27: und hätte sie das anders gehabt haben wollen wurde nie kommuniziert weil sie halt ihre Freunde hier hat und ihr Umfeld hat.

00:10:35: sie kennt es gar nicht anders

00:10:38: Vielleicht, okay.

00:10:39: Es hängt ja auch immer wahrscheinlich davon ab wann man sich trennt und so weiter.

00:10:42: Das hast du auch gesagt wie man miteinander geht.

00:10:44: also kann ja nur von außen drauf gucken.

00:10:46: ich habe ja Gott sei Dank nicht die Erfahrung gemacht kann alles pro und kontra sehen aber bei uns in der Familie war es auch so.

00:10:52: das wäre jetzt so.

00:10:53: das nächste thema weswegen ich auch gefragt habe weil die Kinder ja ab zwölf selber entscheiden können und wenn das Kind dann anfängt in einer Pubertät meistens ja bei Mädchen auch in dem Alter dann schon zu sagen nö Ich will jetzt aber nur bei dem und dem bleiben Wie geht man da halt als Eltern mit um?

00:11:09: Das kann ich jetzt auch einfach nur im Raum stehen lassen, müssen wir vielleicht nicht zu Ende diskutieren.

00:11:14: Aber das ist dann schon schwierig, wenn die Kinder irgendwann anfangen ihre eigene Meinung zu bilden und dass dann auch wehemann durchsetzen zu wollen also nur noch bei dem alten Elternzeit.

00:11:22: Teil bleiben zu wollen, zum Beispiel.

00:11:24: Das ist, glaube ich ... Kann ich mir schon als große Herausforderung vorstellen?

00:11:28: Mir ist es wichtig, dass sie ihren Vater regelmäßig sieht.

00:11:30: Ja!

00:11:31: Das muss aber auch passen und jetzt mit einem neuen Alter.

00:11:33: Aber wenn das Kind das selber nicht will, weißt du... Nicht in eurem Fall, das meine ich gar nicht.

00:11:37: Ich fühle

00:11:37: mich erst mal nicht so.

00:11:39: Und sie ist hier jetzt auch verortet, dass ich das ... ja, das glaube ich einfach nicht.

00:11:44: Na

00:11:44: Gott sei Dank!

00:11:45: Wenn dann

00:11:45: doch alles mal anders kommt, wird man das sehen Und dann sind ja auch die Umstände ganz anders und auch die Voraussetzungen ganz anders, weil dann würde vieles gar nicht mehr so funktionieren.

00:11:58: Was Schule betrifft

00:11:59: und der ganze Umstand.

00:12:02: Aber das steht erst mal gar nicht zur Debatte.

00:12:04: Gott

00:12:04: sei Dank noch!

00:12:06: Lasst uns doch mal kurz zusammenfassen, mich würde mal interessieren wie würdet ihr euer Familienleben in drei kurzen Worten beschreiben?

00:12:12: Vielleicht Sabrina?

00:12:15: Parallel... Herzlich und verbesserungswürdig.

00:12:19: Du kriegst den Parallelwelten?

00:12:22: Bei mir ist es eng, also meine Tochter und ich sind sehr eng miteinander.

00:12:27: Liebevoll aber auch temperamentvoll.

00:12:31: Okay, wollen wir da näher drauf eingehen?

00:12:34: Also sag mal so siehst das Kind ihrer Mutter Und sie hat ihren eigenen Willen und das wird auch immer deutlicher.

00:12:40: Das ist auch gut so dass sie jetzt in einem Alter ist, wo sie ganz klar auch artikuliert was sie will und was sie nicht will.

00:12:48: Und auch ich, das gebe ich auch gerne zu muss auch erkennen, dass es nicht mein kleines Mädchen mehr ist.

00:12:54: Dass sie jetzt ihren eigenen Willen hat und auch ihren eigenen Style und ihre eigenen Vorlieben.

00:13:01: Das muss mir alles nicht gefallen aber ich muss dann schon gucken, dass auch ein bisschen die Grenzen gesetzt werden.

00:13:07: Na

00:13:07: ja, klar.

00:13:08: Sabrina du sagt es zum Beispiel Verbesserungswürdig.

00:13:11: Kann mir vorstellen das könnte eine Beschreibung eigentlich für alle Patchwork-Familien sein.

00:13:14: oder sehe ich dass falsch als außen stehen?

00:13:17: Weil kann das perfekt, kann das optimal laufen?

00:13:21: Also mir ist zumindest ein Fall, also nenne ich das mal geläufig, wo es wirklich Bilder buchmäßig läuft.

00:13:28: Ich glaube so was kann schon geben.

00:13:31: aber in den allermeisten Fällen ist das vielleicht eine gewünschte.

00:13:34: Na ja, was soll es sonst sein?

00:13:35: Eine gewünschte Illusion.

00:13:38: Weil da einfach so viel zusammenkommt, was ich mir vorher auch nicht hätte so zusammendenken können.

00:13:43: also das sind viele Bedürfnisse, viele Ansprüche, viele Gefühle und vielleicht auch Vorbehalte die irgendwie matchen müssen Klappt einfach nicht immer.

00:13:54: Und auch wenn ich das sehr lange noch nicht wahrhaben wollte, ich glaube mittlerweile sehr wohl zu wissen, dass es einen Unterschied gibt ob das Kind, das leibliche Kind ist und vielleicht auch nicht in jedem Fall aber so kann ich das nur für mich sagen Ob das Kind des Leiblichen Kindes eben oder nicht Das macht was nicht nur mit der Gefühlswelt jeweils sondern auch mit dem Alltäglich ein Miteinander und Umgang.

00:14:20: Also

00:14:20: Stichwort jeweils neuer Partner dann, oder?

00:14:22: Genau ja!

00:14:24: Und das gilt in alle Richtungen also von Einbahnstraße Ja und dem muss man sich vielleicht einfach bewusst sein.

00:14:31: ich freue mich für jeden wo der irgendwie sagen kann und dieser Konstellation dass es richtig richtig gut klappt und nahezu perfekt vielleicht auch ist.

00:14:39: Ich glaube aber das sind sehr wenige Fälle.

00:14:42: Jetzt hast du die neuen Partner schon fast angesprochen.

00:14:45: Klammer wir die noch mal kurz aus, gehen wir noch einen Schritt zurück.

00:14:48: Wie war denn für euch jeweils der Übergang?

00:14:50: Also kurz nach der Trennung das ist vielleicht auch wenn ihr euch überhaupt dran erinnern wollt, dass es ja wahrscheinlich immer irgendwie mit Schmerz und Verletzung oder Traurigkeit oder was auch... also meistens mit negativen Gefühlen verbunden.

00:15:02: vielleicht weiß ich nicht könnte er auch wiederlegen aber vielleicht Elisabeth du zuerst wie war denn der Üergang so?

00:15:09: Ich sag mal, Familienleben mit dem Vater zu Hause.

00:15:14: Zu der Papa ist nicht mehr da.

00:15:16: Ja vielleicht kannst du ja mal erzählen was hat das so mit euch gemacht und wie war so der Übergang?

00:15:20: Wie habt ihr das geschafft?

00:15:22: Also für mich ist das heute noch bei mir auch ganz ehrlich traumatisch.

00:15:27: also ich hab da sehr lange dran zu knappen gehabt.

00:15:30: Das geht nicht.

00:15:31: dass das nicht von heut auf morgen passiert ist Dass natürlich vorher in der Partnerschaft nicht alles rund lief, ist selbstverständlich.

00:15:38: Sonst wäre das dazu nicht gekommen?

00:15:41: Es ist sicher auch und was Sabrina gerade gesagt hat, ob Patchwork gut funktionieren kann.

00:15:46: Es hat viel damit zu tun wie die Eltern auseinandergehen.

00:15:50: Wie sie auf welcher Ebene sie miteinander kommunizieren Und es ist immer noch bei mir zum Teil oder war's am Anfang sehr emotional.

00:16:00: Das lag aber auch an den vielen Verletzungen.

00:16:03: Das

00:16:04: heißt, ihr seid nicht im Guten auseinandergegangen?

00:16:06: Nein.

00:16:07: Und das hat sicherlich auch damit was zu tun, sagen wir mal so ... Wenn jemand geht und sofort einen Zufluchtsort gefunden hat, dann ist es sehr schwer zu verarbeiten und nicht nur als Frau sondern auch als Mutter.

00:16:29: Und dazu kamen dass unsere Tochter da gerade mal eingeschult war.

00:16:35: Das heißt, es war so eine neue Umstellung für das Mädchen, die ist in die Schule gekommen.

00:16:42: Dann war ich hier alleine mit dem ganzen Mist und ja von heute auf morgen habe ich es in den Moment wahrgenommen dass das ein schleichender Prozess war natürlich auch klar aber Es war ein Freitag und dann waren wir weg und am Sonntag war er weg.

00:17:01: Angekündigt dann wenigstens?

00:17:03: Wenigstens.

00:17:03: Aber ihr seid Fredder weggefahren und wusstet

00:17:05: das?

00:17:07: Es war verabredet, dass wir das Gespräch mit ihr gemeinsam führen, aber am Ende des Tages hab ich auch da wieder das ausgesprochen.

00:17:17: Weil ... Naja... weil ich es immer mache!

00:17:21: Wie hat sie's aufgenommen?

00:17:22: Geweint.

00:17:23: Ja, ne?

00:17:24: Ich war ab heute noch vor mir und das werd' ich nicht vergessen.

00:17:29: Und das nehme ich ... Und das war ganz krass nach drei Jahren, ne?

00:17:39: Aber dann hab ich die Sachen gepackt und sind wir zu meinen Eltern gefahren.

00:17:44: Um einfach Abstand zu haben ... Das war eine Zeit, wo ich nur funktioniert habe.

00:17:50: Ich kann nur sagen, ich hab nur funktionierten als wir an den Sonntag wieder kamen, weil sie jetzt zur Schule musste.

00:17:55: War weg!

00:17:57: Dann wusste ich drei Tage nicht, wo er war aber später wusste... Also er war nicht unter der Brücke hat ein Dach über dem Kopf gefunden.

00:18:08: Ja, so kann man es auch nennen.

00:18:09: Genau und das ist auch kein Bashing oder so ist alles gut.

00:18:13: aber es war die Frage wie.

00:18:16: das damals war unfassbar herausfordernd für dieses kleine Menschlein was sich ja etwas anderes gewünscht hat und sie hat es gespürt als wir uns hingesetzt haben.

00:18:31: Und trotzdem bin ich jetzt zurückblicke dass sie da keinen, dass sie darunter gelitten hat oder vielleicht auch immer noch leidet.

00:18:40: Weil das ... weil sie sich auch was anderes wünscht?

00:18:42: Das weiß ich, dass Sie sich das wünschen.

00:18:44: Das kommuniziert's ja ab und zu mal.

00:18:46: Dass es schon schön wäre, wenn wir wieder zusammen wären.

00:18:49: Aber das wünschte sich jedes Kind.

00:18:51: Wollt

00:18:51: ich grad sagen, wie ist das nicht?

00:18:54: Bin ich wahnsinnig dankbar und glücklich, dass trotzdem was aus ihr geworden ist bisher.

00:19:01: Schön!

00:19:02: Kinder können auch anders reagieren, dass die halt emotional sich zurückziehen.

00:19:06: Dass sie verschlossen werden eine gewisse Grundtraurigkeit haben.

00:19:10: Dass Sie nicht am sozialen Leben mitteilen, dass sie irgendwelche körperlichen Sachen entwickeln und so.

00:19:17: Und das ist alles zum Glück in der Form nicht passiert.

00:19:19: Gott sei Dank!

00:19:20: Und dass sie in der Schule gut war immer noch ist.

00:19:24: Also es ist trotzdem alles noch gut.

00:19:27: Das ist auch dein Verdienst?

00:19:28: Weil du bist ja hier die präsente Person vor Ort.

00:19:31: Ja, ja ...

00:19:33: Sabrina!

00:19:35: Wie war der Übergang bei euch?

00:19:36: Der war ein bisschen länger, ne?

00:19:38: Das hattest du ja schon mal berichtet.

00:19:41: Der war nicht so ganz von heute auf morgen aber vielleicht ... Nee, kannst du auch noch kurz erzählen wie das war, wo der Papa auf war?

00:19:47: Auf einmal, wenn man das überhaupt bezeichnen darf.

00:19:49: Weg war vielleicht ... Kannst du das kurz berichten?

00:19:50: Ja, ich fühle mich jetzt ... Das ist natürlich irgendwie die andere Seite.

00:19:56: Weil wir uns auch die Trennung ganz anders abliefen.

00:19:58: Aber ohne das groß ausschlachten zu wollen, auch da blieb dieser Moment des Um- und Auszugs.

00:20:06: Und jetzt ist wirklich allein räumlich alles anderes nicht verborgen oder weg.

00:20:14: Ich kann mich leider auch in einer sehr ähnlichen Situation erinnern.

00:20:18: Und das war nämlich die erste Nacht, die der Kindesvater dann in seiner neuen Wohnung verbracht hat und wir waren da noch da und dann war so die Frage ja wo bleibt das Kind nun?

00:20:31: Und ich hoffe, ich erinnere mich nicht ganz falsch aber ich meine Wir wollten das so gut wie möglich machen und haben es versucht dem Kind freizustellen.

00:20:38: Das war alles andere als gut weil

00:20:41: Da war so die Entscheidung treffen.

00:20:42: Genau,

00:20:42: da war das erste Mal diese zerrissen halt und ich sehe leider dieses Bild noch vor mir wie dieses damals auch sehr kleine Mädchen ja in dieser Wohnung stand und weinte und gar nicht wusste was sie machen sollte.

00:20:52: und das wird einem für alle Ewigkeit einfach das Herz brechen egal was der Grund ist, warum man auseinandergegangen ist und wie gut oder wie schlecht.

00:21:00: Das war ... das ist einfach etwas dieser Schmerz des Kindes, der lebt für immer in dem Elternteil oder in beiden Elterenteilen vielleicht aber in einem auf jeden Fall weiter.

00:21:12: Und von daher haben wir spätestens da auch gemerkt dass es ein Prozess ist.

00:21:17: Nicht natürlich nicht nur für das Kind sondern für jeden einzelnen von uns als Eltern.

00:21:22: Genau!

00:21:23: Wir haben's einfach versucht So gut es geht für alle Beteiligten hinzukriegen.

00:21:30: Wenn du sagst, sie konnte sich nicht so richtig entscheiden?

00:21:32: Natürlich!

00:21:33: Habt ihr das dann abgesammelt?

00:21:35: Ja, wir haben's relativ schnell gemerkt.

00:21:38: Da merkt man eben auch, dass zum ersten Mal ein Mensch uns älternt und muss erst mal mitbekommen, wie das alles funktioniert.

00:21:46: Dann hab ich sie erstmal wieder mitgenommen.

00:21:51: Und dann haben wir das abhüllen.

00:21:54: Das heißt, hab ich das jetzt richtig verstanden.

00:21:55: Wir waren ja noch beim Übergang und dann gehen wir auch weiter, dass ihr beide jeweils in den jeweiligen Wohnumgebungen geblieben seid.

00:22:02: Und die Männer jeweils ausgezogen sind.

00:22:05: Das hört man öfters, ne?

00:22:07: Also

00:22:08: typisch deswegen nicht selbstverständlich aber typisch, dass die Kinder bei den Müttern bleiben und die Väter meistens ausziehen.

00:22:14: Egal welche Trennungsumstände das jetzt hat ... Bei dir hat Elisabeth teilweise andere Umstände gehabt wo er hin ist.

00:22:23: Zumindest sind die Männer jeweils ausgezogen.

00:22:25: Das ist ja für die Kinder auch wahrscheinlich wichtig, ich weiß nicht, wie ihr das einschätzt, dass sie erst mal in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können?

00:22:32: Absolut!

00:22:33: Also ich hatte mit dem Gedanken gespielt, hier auch Tabula rasa zu machen.

00:22:37: Aber dann dachte ich mir es ist ja auch mein Zuhause und vor allen Dingen ist es ... Mein Kind kennt gar nichts anderes und sie war ja hier auch frisch eingeschult.

00:22:47: Sie hat ihre beste Freundin wohnt irgendwie gefühlt drei Straßen weiter Und das war auch so.

00:22:55: der Halt Also nicht nur die Partnerschaft zu verlieren, das Familienleben zu verlierieren sondern jetzt auch noch das Zuhause zu verliert und auch den Stress ja zu haben Das hier alles einzupacken.

00:23:07: Nicht nur so im Sinne vom Umzug Sondern auch Dinge in eine Kiste zu packen Und verbunden Erinnerungen damit und dann irgendwo neu anzufangen.

00:23:16: klar das klingt total lukrativ und irgendwie Total schön ein Cut zu machen.

00:23:22: aber ich konnte das nicht.

00:23:23: also das war Ich wollte das für sie aufrechterhalten.

00:23:28: Das habe ich auch nur für Sie gemacht.

00:23:29: Ich selber brauchte das hier alles nicht, ich hab es für sie vor uns gemacht um uns... weil das bot uns Sicherheit die sie ja in dem Moment nicht mehr hatte.

00:23:39: also ist eine ganz wichtige Bezugsperson der wirklich immer da war plötzlich im Alltag nicht mehr so präsent und das wollte ich irgendwie ab- und auffangen.

00:23:52: Und wenn's nur die Räumlichkeit ist.

00:23:54: Ja,

00:23:54: hab ich genau so gesehen.

00:23:57: Glaubt ihr ... dass das eine Rolle spielt?

00:24:00: Wann man sich trennt?

00:24:02: Vom Alter hat das Kindes hergesehen.

00:24:04: Bei euch waren ja jeweils die Kinder relativ klein, würd' ich jetzt mal sagen.

00:24:09: Aber ähnlich alt.

00:24:10: Schulalter, ne?

00:24:10: Jewels beginnendes Schulalter.

00:24:12: Statistisch

00:24:13: gesehen übrigens komplett im ...

00:24:15: Das hat schon mal.

00:24:16: Nach

00:24:17: dem ersten Lebensjahr und ums erste Schulherum.

00:24:22: Das stimmt.

00:24:22: Toll im Trend!

00:24:24: Ja, leider ... Gott sei Dank sind wir da rüber hinweg.

00:24:28: Dann kommt's ja noch mal?

00:24:29: Wenn die Kinder ausziehen, hört man das oft nochmal.

00:24:32: Ja,

00:24:32: das stimmt.

00:24:33: Das ist so meistens noch mal ein Trend, wenn du ihn als Trend bezeichnen möchtest.

00:24:39: Die haben es also auch nicht überstanden.

00:24:42: Nee aber jetzt mal unabhängig davon glaubt ihr... Also ich sag jetzt mal einen Jahr.

00:24:46: Wir hatten jetzt als Statistik einen Jahr, sechs Jahre ... Das Alter der Kinder.

00:24:53: Glaubt ihr, das macht einen Unterschied?

00:24:54: Wenn man sich trennt zu dem Zeitpunkt ... Also ein Jahr wahrscheinlich.

00:24:58: Ja also ...

00:24:59: Sechs und zwanzig.

00:25:00: Sechs UND zwanzIG nicht.

00:25:02: Sechstundzwanzig Jahre!

00:25:05: Ich mag mich da irgendwie gar nicht festlegen.

00:25:06: Ich glaube alles hat Einführ- und Wieder.

00:25:09: In unserem Fall ... bleibt als Positives auf jeden Fall zurück, dass da einige Jahre waren in denen wir zusammengelebt haben.

00:25:18: Woran sich eben auch das Kind erinnern kann und was es eben so als Erinnerung dann mit sich trägt.

00:25:23: Vorteil ist wahrscheinlich wenn die Kinder jünger sind, dass sie flexibel vielleicht auf die Anpassung reagieren.

00:25:28: Wobei ich das gar nicht zu beurteilen vermag.

00:25:31: aber das könnte mir so vorstellen oder vielleicht revidieren wir das?

00:25:35: Ich weiß es nicht.

00:25:36: Ich würde das gar nichts sagen weil das für Kinder immer scheiße.

00:25:41: Ja das stelle ich damit gar nicht in

00:25:43: Frage, ob es anders ist.

00:25:44: Solange sie kein richtiges Erinnerungsgefühl oder Vermögen haben... Ich hab, wir haben ja auch in unserem bekannten Kreis ähnliche Fälle.

00:25:55: Da waren die Eltern schon nach der Geburt gar nicht mehr zusammen und wenn sich das Kind gar nicht daran erinnert dass das Mama- und Papa mal zusammenwahren unter einem Dach und auch mal zusammen waren und die kennt nur dieses Wochenend oder Ferien aufgeteilt dann ist das für den ganz normal.

00:26:12: aber im meinem Fall kannte mein Kind das ja Aber sie war jetzt noch so, ich glaube es ist auch immer wie all sind die Kinder um das nachzuvollziehen.

00:26:20: Die Gründe... Wie

00:26:22: viel gemeinsame Erfahrung hat man als Familie?

00:26:24: Und auch

00:26:24: wie tief kannst du gehen, gewisse Dinge zu erklären.

00:26:27: Wie reifestes Kind auch zu hinterfragen was der Grund ist oder wie geht's dir damit?

00:26:34: Aber ganz ehrlich will das ein Kind wissen?

00:26:37: Mein Kind wollte das wissen!

00:26:38: Mein Kind hat zum Beispiel sehr schöne kluge Sachen gesagt genau auf dieser Autofahrt, nachdem wir das mitgeteilt haben als wir zu meinen Eltern gefahren sind.

00:26:51: Da war sie sechs und da hat sie Dinge gesagt.

00:26:54: Da habe ich gesagt krass!

00:26:57: Das ist schon ein leichen therapeutischen Ansatz.

00:26:59: aber sie hat es so aus sich heraus erzählt und war so fest überzeugt dass ich dachte okay vielleicht kann das gut werden?

00:27:06: Vielleicht kriegt sie keinen kompletten Schock oder irgendwie einen Trauma.

00:27:11: Dass sie das trotzdem traurig macht, weiß ich.

00:27:14: Das wird sie auch immer begleiten.

00:27:16: Ich sehe es ja auch... Sie hat ja einen halben Schrein oben in ihrem Zimmer.

00:27:22: Dinge die ich schon wegwerfen wollte, hat sie aus dem Mülleimer gefischt.

00:27:30: Ich gehe an gewissem Ding vorbei und denke krass macht irgendwie nichts mehr mit mir.

00:27:35: Ich weiß gar nicht ob das gut oder schlecht ist Und bei ihr steht das einfach so.

00:27:38: Ich hatte sie mal gefragt, warum hast du zum Beispiel das Bild da noch stehen?

00:27:42: Oder warum hast Du...

00:27:43: Sind das auch gemeinsame Bilder von Euch oder nur vom Vater?

00:27:47: Das ist unser Hochzeitsbild.

00:27:52: Sagt sie, dass es so war.

00:27:53: ja, das wart ihr ja

00:27:54: einmal!

00:27:56: Ja, vielleicht eine Erinnerung die Sie einfach festhalten

00:27:58: würden.

00:27:59: Vielleicht

00:27:59: kann man einfach zusammenfassend... ich weiß nicht ob man das behaupten kann, das ist meine äußere Beobachtung von verschiedensten Fällen.

00:28:06: Ich glaube, dass das wie so ein Urinstinkt von einem Kind vielleicht ist.

00:28:10: Dass man, ob man das nur erlebt hat, dass man zusammengelebt hat oder schon zwanzig Jahre zusammen gelebt hat und sich die Eltern dann trennt ... Glaub ich, es ist ein Urinstinkt für Kinder, dass sie immer wünscht, dass die Eltern zusammen sind, bleiben wiederkommen?

00:28:26: Oder man trotzdem weiterhin Zusammeninnerungen sammelt?

00:28:29: Also, ich erinnere mich da an eine Situation meiner besten Freundin, deren Eltern sich getrennt haben.

00:28:35: Da war sie, glaub ich, drei!

00:28:37: Oder vier, also egal.

00:28:39: Da war sie schon, acht, neun, zwanzig und da gingen ihre Eltern natürlich dann in dem Fall fünfzehn Jahre getrennt lebend vor uns.

00:28:46: Und da meinte sie, krass!

00:28:48: Dieses Bild catcht mich immer noch wenn die beiden nebeneinander sind.

00:28:52: Ich hab das super selten dass man mal was zusammen macht.

00:28:56: Dann kommen wir jetzt zum nächsten Thema nämlich ohne dass der neue Partner dabei ist.

00:29:00: Das ist ja glaube ich dann der nächste Step.

00:29:02: Wir haben über die Trennung geredet und den Übergang.

00:29:06: Ich glaube, die größte Herausforderung ... Nee, das stimmt nicht.

00:29:09: Ist ja die Trennung natürlich.

00:29:10: Aber eine weitere Herausforderung ist dann wahrscheinlich im Alltag vor allen Dingen, wenn neue Partner dazukommen?

00:29:17: Dass das Kind es dann natürlich selten hat, dass man nur die Eltern um sich herumhat, was sie sich vielleicht mit dem Urinstink wahrscheinlich immer wünscht.

00:29:26: Wenn dann optimalerweise das mit den Partnern auch noch klappt wunderbar, aber das ist wahrscheinlich in den meisten Fällen so.

00:29:34: Wie läuft's bei euch so?

00:29:35: Also ... Ich glaub, da kann er jetzt nur Sabrina kurz vielleicht anreißen.

00:29:41: Okay, das ist glaube ich immer ein schwieriges Thema, würde ich sagen oder?

00:29:45: Ja also aus welcher Perspektive man es auch betrachtet und wie alt das Kind ist.

00:29:50: Und ähm ...

00:29:51: Ich sag mal so wenn ein Kind noch gar nicht verstanden hat dass die Eltern jetzt getrennt sind dann wird es mit neuen Partnern konfrontiert.

00:30:00: Du meinst, dass es halt relativ schnell geht nach der Trennung.

00:30:03: Naja

00:30:04: Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger würde ich sagen.

00:30:07: Und es kommt ja auch darauf an wo denn der oder die jene gewohnt dann bleibt das eine mit dem anderen bleibt das ein und eher nicht aus.

00:30:15: also oder das andere je nachdem.

00:30:17: Es ist irgendwie interessant weil man nimmt sich... Ich weiß nicht wie du das bei dir Sabrina aber man nimmt dich selbst sehr zurück weil ich war für mich monate Jahre lang gar kein Thema dass ich meinem Kind ein Partner präsentiere.

00:30:33: Dass ich hatte gar nicht die Muße, die Kraft und auch den Willen mir da jetzt jemandem zu suchen.

00:30:39: Und ich werde auch mein Kind... Da warte ich drauf, wer ihr vorgestellt wird.

00:30:49: Wir sind hier so unsere Einheit und das hat so viel Kraft und Zeit Energie gekostet, das alles so aufrecht wieder zum Laufen zu bringen.

00:31:02: Das möchte ich nicht, dass es irgendwie jemand einreist.

00:31:06: Das ist wichtig.

00:31:08: Bei dir wissen wir jetzt, Elisabeth, dass das relativ schnell ging mit einer neuen Partnerin?

00:31:14: Also nicht bei mir!

00:31:15: Wir

00:31:18: waren ja bei neuen Partnern.

00:31:19: Ich habe keine neue Partnerin.

00:31:21: Schau da eigentlich an... Hi!

00:31:25: Nein, natürlich.

00:31:26: Wenn

00:31:27: es eine wäre, dann wärt ihr beide das gleichzeitig?

00:31:32: Wie was bei euch ... wie schnell?

00:31:33: darf man das schnell nennen?

00:31:34: Also war das aus deinem ... Weißt du ganz genau... Nee,

00:31:37: dafür ist es noch einfach zu lange her.

00:31:39: Das sind so Daten die man sich irgendwie gar nicht merkt.

00:31:42: Also das war nicht unmittelbar gleich nach Vertrennung.

00:31:44: Nein!

00:31:45: Das macht jetzt ja auch nochmal etwas, was die Trennung angeht.

00:31:48: Ich glaube wenn Eltern auseinandergehen ohne dass neue Leute im Spiel sind Ist das nochmal eine ganz andere Dynamik?

00:31:56: Ist das noch mal eine ganz anderen Art der Kommunikation, weil diese Emotionen und diese Verletzungen die natürlich neue Partner oder offiziell nicht-Partner oder whatever mit sich bringen.

00:32:11: Das ist ja nochmal was ganz anderes, da bleibt es wirklich sachlich und dann geht's auch ums Kind!

00:32:16: Und dann ist man nicht so getrieben von Verletzungen und Emotionen.

00:32:19: Na ja, wir hatten keine Verletzung, die bei uns natürlich im Raum standen aber trotzdem ist das natürlich so.

00:32:25: wenn neue Partner auf beiden Seiten sind ändert sich das Kommunikationsgefüge einfach aus Rücksicht vielleicht manchmal auch aus falscher Vorsicht und so gegenüber den neuen Partnern.

00:32:34: also Das hat ja nicht überall Aber kann ja durchaus ein Geschmäckler vielleicht doch haben wenn sich dann die Eltern immer noch gut verstehen und dass es schon was was man zumindest im Hinterkopf hat dass man da keinem irgendwie auf die Füße vielleicht

00:32:46: auch tritt.

00:32:47: Aber kann man da, ich frage jetzt wirklich mal so ... Kann man da seine eigenen Emotionen einigermaßen nach hinten stellen?

00:32:55: Ich stelle mir das so schwer vor weil Gott sei Dank also aber auch ich hatte ja mal Trennung und da waren aber zum Glück keine Kinder im Spiel.

00:33:02: Und wenn man dann überlegt, dass diese Person mit der du ja Zeit verbracht hast Erfahrung gesammelt hast, keine Ahnung Liebe empfunden ist wahrscheinlich Wenn die dann neue Partner haben, kommt ihr immer auf die Trennung an.

00:33:13: Das ist glaube ich immer schwierig oder?

00:33:15: Also kommt ihr mal auf das Felsen.

00:33:16: also und wenn dann die Kinder kommen wo du ja miteinander klarkommen musst kann man da die eigene Emotionen irgendwie hinten anstellen?

00:33:24: Das ist glaub ich ein totaler Prozess.

00:33:26: Ich möchte nicht sagen dass ich das schon perfektioniert habe.

00:33:29: Ich bin dann noch weit weg von, ich wünsche es mir aber ... Du sagst es ja!

00:33:34: Wenn man ohne Kinder ist und dann kommt eine Trennung, aus welchen Gründen auch immer.

00:33:40: Und man geht so miteinander um oder erlebt das was ich so erlebt habe oder wir als Elternpaar erlebt haben Ich weiß mit zu einhundert Prozent... ...ich hätte mit meinem Ex-Mann dem Kindswater nie wieder Kontakt gehabt, nie wieder einen Wort gesprochen wie man das halt macht.

00:34:02: Wenn so was im Raum ist, dann ist man weg aber durch dass es Kind verbindet einem immer.

00:34:07: also muss man irgendwie einen Weg finden weil wenn man nur als Paar zusammen war nur verheiratet ist oder war Dann lässt man das im schlimmsten der besten Vergehen nach dem wie man sieht Anwälte regeln Man dividiert alles auseinander und dann sieht sich das letzte mal vor Gericht.

00:34:24: Aber das ist ja was anderes mit Kindern.

00:34:26: Und irgendwie muss man's hinkriegen, ich wünsche es mir!

00:34:29: Wir sind da nicht ... pfff!

00:34:32: Aber dazu gehören auch zwei, also da bin ich auch ganz ehrlich.

00:34:36: Also das ist...

00:34:38: und habt ihr das Gefühl, dass sich seitdem die Kinder verändert haben oder?

00:34:44: Also ohne vielleicht zu sehr in die Tiefe zu gehen, also muss ich jetzt mal so nach außen sagen, ich glaub keiner will von uns hier irgendwas von den Kindern preisgeben aber Das interessiert ja auch viele.

00:34:53: Was macht das mit den Kindern?

00:34:55: Glaubt ihr, sie sind relativ gut da durchgekommen?

00:34:58: Sagen wir's mal so.

00:34:59: Also ich glaube jedes Kind ... Das haben wir ja schon gesagt.

00:35:01: Jedes Kind nimmt da irgendwas mit obnupositiv negativ wie auch immer und jedes Kind wünscht sich weiterhin die Eltern zusammen irgendwie

00:35:07: als ... Kein Kind kommt da gut durch.

00:35:09: Genau!

00:35:09: Kein kind kann da doch gut durchkommen.

00:35:11: Die

00:35:12: Kinder funktionieren alle, leben weiter wie jeder Mensch der schmerzüberschlimme Erfahrung gemacht hat.

00:35:18: Und jedes Kind glaub' ich wird Mechanismen entwickeln Mit dem Schmerz und allen Gefühlen Und Gedanken dazu irgendwie klarzukommen.

00:35:27: Ja, ich glaube vielleicht kann man das so

00:35:30: zusammenfassen?

00:35:30: Also bei uns war es schon erkennbar in einigen

00:35:34: Dingen

00:35:36: und da gehe ich jetzt gar nicht darauf ein.

00:35:39: aber beispielsweise das kann ich sagen mit dem Tag also als wir wieder kamen aus diesem Wochenende

00:35:47: ab dann

00:35:49: hat sie eigentlich bei mir geschlafen eine ganz lange Zeit.

00:35:54: Das hört man auch auf.

00:35:56: Es

00:35:56: ist so viel näher und dann angekurschelt, dass es mir selbst ... Manchmal nachts hatte ich das Bett so groß vorm Fall.

00:36:03: Ich hier gleich raus.

00:36:04: Also das ist ganz viel Nähe und ganz viel Geborgenheit.

00:36:10: nicht, dass ich ihr das vorhin gegeben hab.

00:36:12: Aber das Kompensieren die, da fehlt jemand.

00:36:16: So ein Grundvertrauen ist ja auch

00:36:19: weg!

00:36:21: Das ist wahrscheinlich auch schwierig wieder aufzubrechen irgendwann.

00:36:24: Ich meine, kommt immer darauf an wann oder ob ein nächster Partner irgendwann kommt.

00:36:28: also stelle ich mich schwierig vor.

00:36:31: Und es ist aber auch so was ich auch noch mal sagen will was ob die Kinder sich verändert haben.

00:36:36: man selbst verändert sicher auch und man muss auch mal sagen dass Also ich war nicht nur stark und hab Friede, Freude, Eierkuchen.

00:36:45: Die Kinder ... Ich weiß nicht wie das bei Deba Sabrina aber ob du auch mal ein Tränchen verdrückt hast, ob du traurig warst.

00:36:51: Hast du das vor ihr gemacht?

00:36:52: Ja!

00:36:53: Also ich bin bewusst dass ich es darauf angelegt habe.

00:36:55: Aber sie hat mich schon weinen sehen und hat mich auch gefragt, Mama was ist denn?

00:36:59: Und dann ja auch gesagt, dass ich trauriger bin und dass das nicht schön ist.

00:37:04: Das ist eine Emotion.

00:37:06: warum soll ich das nicht tun?

00:37:07: man muss es besprechen.

00:37:12: Warum soll ich so eine Emotion vor ihr verheimlichen oder verbergen?

00:37:15: Das gehört ja dazu, weil auch jemanden verloren ist.

00:37:20: Bei mir ist was weggebrochen.

00:37:23: Bei dir redet ihr darüber, Sabrina?

00:37:25: Habt ihr da mal drüber gesprochen?

00:37:27: Dein Kind hält es schon älter und hat die Zeit länger durchlebt.

00:37:33: Ich kann mich nicht mehr daran erinnern wie das nach der Trennung war.

00:37:38: Natürlich versucht man irgendwie stark zu sein und ja, nicht so viele Emotionen gucken zu lassen.

00:37:45: Nicht weil man vorgehen will eine Maschine zu sein.

00:37:48: aber also ich habe immer gedacht wenn ich jetzt das alles so sehr zeige dann tue ich dem Kind damit naja irgendwie nichts Gutes falls sich denn vielleicht noch Sorgen macht oder sowas.

00:37:57: auf der anderen Seite ist es auch falsch weil ob ich das ein Zeig oder nicht wenn ich das fühle merkt dass auch das Kind

00:38:02: nur anders dann

00:38:03: genau als.

00:38:04: wir haben da schon die Kommunikation Und die hatte sie auch immer mit ihrem Vater, auch darüber.

00:38:11: Jetzt vielleicht noch mal ganz kurz ein bisschen Deep Talk euch gegenüber ... Also ihr habt ja beide Kinder sind bei euch jeweils geblieben sozusagen und haben den überwiegend angeteilt.

00:38:22: Ist später bei uns erst später?

00:38:23: Ja

00:38:23: stimmt!

00:38:23: Stimmt!

00:38:24: Wir haben sechs Jahre Wechselmodell fast

00:38:27: gehabt.

00:38:29: Das spadiert zumindest der aktuelle Stand Schlussminus.

00:38:32: ein paar Jahre natürlich, aber stimmt.

00:38:34: Am Anfang habt ihr Wechselmodell gehabt?

00:38:36: Aber jetzt ist es zumindest aktuell bei euch beiden so, dass die Kinder überwiegend bei euch leben und könnt ihr beschreiben wie man sagt ja so schön mentalod.

00:38:48: also ich meine alles lädt sich bei euch auch wirklich im wahrsten Sinne des Wortes am Alltag ab.

00:38:54: Ist das dann auch bemerkbar Und könnte in den Zeiten wo die Kinder bei den Vätern sind auftanken reicht die Zeit, die sie nicht da sind.

00:39:03: Also der Manteload ist schon extrem.

00:39:08: Ich glaube das Einzige worüber ich mich freue ist dass sich nicht in einem Schichtdienst arbeiten muss

00:39:13: oder

00:39:14: dass ich spät nach Hause komme sondern die Tatsache meinen Job mir eigentlich ermöglicht, relativ flexibel und auch auf die Bedürfnisse eingehen zu können.

00:39:25: Auch die Termine, die das Kind mit sich bringt... Das

00:39:27: stresst mich ja schon!

00:39:28: Ich bin im Partnerschaft.

00:39:29: Ja.

00:39:31: Also mein Kind ist sehr relativ selbstständig.

00:39:36: Und dennoch jede Emotion wird ja abgeladen.

00:39:40: Ich bin die erste Ansprechpartnerin sowohl im Positiven als auch Negativen, also sowohl Freude als auch Wut und Verständnis.

00:39:48: alles wird diskutiert.

00:39:51: Und

00:39:52: muss aufgefangen werden?

00:39:56: Alles von Einkauf bis Orga bis Kindergeburtstag bis Dings bis das ist es ja alles was und wünsche ich mir manchmal auch anders aber es ist halt nicht.

00:40:08: Aber man lernt damit zu leben.

00:40:10: Ich meine, ich kenne es auch aus anderen Feldern... Aber würdest du es

00:40:16: dir anders wünschen?

00:40:18: Ja,

00:40:18: natürlich.

00:40:19: Viele haben auch das Problem, dass selbst wenn sie mit einem Partner zusammenwohnen machen Sie alles alleine weil das ein Hirsch ist der irgendwie nix gebacken bekommt.

00:40:28: Ich kann das hier nicht bestätigen.

00:40:32: Wenn Du einen Mann zu Hause hast den Du auch alles erheben musst und so

00:40:36: quasi das zweite oder dritte Kind

00:40:38: eben und hier weiß ich ja es ist sich mache es alle alleine ja es is stressig ja es bringt mich an meine Grenzen ja ich habe oft schlaflos Nächte, weil ich auch dann Dinge durchdenke für die ich tagsüber gar keine Zeit habe und mein Körper sagt cool wach doch mal zwei Uhr nachts auf und dann setzt du dich hin und denkt Dinge durch.

00:40:54: Das ist es.

00:40:55: aber das ist mir also es mir fast lieber als zu viel Emotion und Energie in das reinzustecken.

00:41:02: wenn jemand hier da ist dem ich erstmal erklären muss so wir brauchen ein Brot besorge ein Brott

00:41:10: den ich mitdenkne, dem du das alles noch diktieren musst Sabrina.

00:41:13: Wie ist es bei euch?

00:41:14: Der Mente-Lot bei dir?

00:41:16: Ja,

00:41:17: ich glaube der Mente Loth liegt vielleicht vorwiegend wahrscheinlich auf dem Elternteil oder bei dem Elternteil wo das Kind vorwiegende wohnt.

00:41:25: und oftmals sind natürlich... sind's so oft die Mütter halt.

00:41:30: Und ich stoße auch beim dann relativ großen Kind auch, oftmals auf Unverständnis.

00:41:36: Dass ich ja sozusagen alleine zehnt bin und eben auch weiterhin Termine mit meinem Kind wahrzunehmen habe.

00:41:42: Also natürlich muss man da inhaltlich organisatorisch einfach sehr viel tragen emotional natürlich auch weiter hin.

00:41:50: Das glaube ich.

00:41:51: Es liegt meistens dann auf einer

00:41:52: Person.

00:41:53: Man denkt ja für das Kind mit.

00:41:55: Man hat ja selber auch noch seine Bedürfnisse und möchte irgendwie ... Schön

00:42:00: wärs!

00:42:00: Hat auch noch Termine.

00:42:02: Ich will mich aber gar nicht beschweren, wir kriegen das irgendwie gut hin.

00:42:05: Es ist nicht immer einfach ... Also ich sag mal, es gibt schlimmeres Schicksal, aber du hattest auch gefragt ob wir die Zeit ohne kliessen.

00:42:14: Ich hab ja nun alle zwei Wochenenden Kinder frei.

00:42:17: Oh Gott wie das klingt!

00:42:19: Ja, aber das darf man so sein?

00:42:20: Ja und ja, genießen ist das falsche Wort.

00:42:25: Ich mach da Dinge, die liegen bleiben... Sollte

00:42:29: sonst keine Zeit für was?

00:42:30: Genau.

00:42:31: Die notwendig sind.

00:42:32: Klar mache ich auch Dinge für mich.

00:42:35: Reicht das denn die Zeit, um aufzudrücken?

00:42:37: Nein!

00:42:38: Aber es ist besser als gar nichts.

00:42:40: Ich möchte gewisse Dinge nicht machen wenn sie bei mir sind und auch nicht an den Wochenenden mit denen ich sehe.

00:42:46: Also hebe ich das schifflich alles in der Zeit wo sie nicht da

00:42:51: ist.

00:42:51: Darf ich euch mal ganz kurz um Knack-Fragen weit überlastet?

00:42:55: Alleinerziehend?

00:42:56: Ja... Es wäre eine Lüge Aber nicht überlastet, dass ich jetzt irgendwie

00:43:00: kurz... Überfordert würde ich bei

00:43:01: euch auch nicht sehen.

00:43:02: Also ich bin weder an der Erkuhel noch Tabletten sucht.

00:43:04: das ist es nicht.

00:43:05: Es ist einfach, überfordert ist einfach das berühmt-berühmte Mendeload und was mir halt fehlt und ich weiß nicht wie das Sabrina geht aber sie ist ja auch nicht alleine zu Hause.

00:43:18: ihre Tochter ist auch älter als meine.

00:43:20: Mir fehlt manchmal ganz oft der Austausch.

00:43:24: Also Dinge, die das Kind betreffen oder auch mich betreffe, dass ich einfach mal sagen kann so wie siehst du das eigentlich?

00:43:33: Wie würdest du das jetzt machen?

00:43:34: ist das der richtige Weg?

00:43:35: eine andere Meinung noch haben?

00:43:39: manchmal auch einfach nur wertfrei weitererzählen gerade das und das passiert was würde ihr eurem kind mitgeben für solche situationen?

00:43:48: kann man das zusammenfassen?

00:43:49: kann man dazu etwas sagen

00:43:51: Für die Trennung oder für Patchwork?

00:43:52: Oder was meinst du?

00:43:54: Einfach fürs Leben vielleicht.

00:43:57: Konnte man, kann man aus so einer Situation vielleicht auch etwas lernen?

00:44:00: Er weiß ich sein.

00:44:01: Seine sich selbst versuchen so gut wie möglich zu kennen oder kennenzulernen und das auch zu kommunizieren und zu verkörpern und für sich einzustehen.

00:44:11: Jetzt du was!

00:44:13: dass irgendwie doch alles gut wird.

00:44:14: Das sieht am Anfang nicht so aus, wenn es darum geht was gebe ich dem Kind mit oder... Also erstmal ist mir wichtig als Mädchenmama, dass man eine Mädchen auch mitgebt das man auch alleine klarkommen kann als Frau Dass man auch nicht in einer unglücklichen Beziehung sein muss und dass manchmal eine Trennung unausweichlich ist am Ende des Tages fast besser ist, das finde ich jetzt eigentlich auch gar nicht so schlecht.

00:44:49: Und dann eben auch was – da schließe ich mich Sabrina an – viel Selbstliebe!

00:44:54: Es bleibt ja auch viel zurück von einem selbst und dann lernt man irgendwann wieder die kleinen Scherben aufzusammeln und dann zu erkennen dass es man eigentlich gut genug ist wie man ist.

00:45:07: Und wollen wir es nicht nur negativ sehen, vielleicht abschließend klingt so blöd.

00:45:11: Aber könnt ihr vielleicht noch irgendwie sagen, ob's auch was bereichern, das an der ganzen Situation gibt?

00:45:16: Was ist positiv ... An einem Patchwork-Situationen?

00:45:20: Die Familie wird größer und meistens fühlt sich die Familie ja oder oftmals mit ganz wunderbaren Menschen.

00:45:29: Das ist für einen selbst, glaub ich, bereichert.

00:45:32: Also ich kann... In meiner Konstellation ist einfach, finde ich es toll.

00:45:36: Da sind ganz viele tolle Menschen dazugekommen und auch geblieben.

00:45:39: Und für meine Tochter ist das glaube ich eine Bereiche an der Situation.

00:45:49: Ich kann jetzt die Euphorie nicht so teilen?

00:45:54: Ihr geht's gut.

00:45:55: Sie hat auch auf der anderen Seite den einen oder anderen, die oder ein oder andere Ansprechpartnerin.

00:46:01: aber es ist natürlich nicht das was ich mich für sie gewünscht habe so unbereichernd... Nein!

00:46:08: Ich will daran nichts bereichern.

00:46:10: Muss

00:46:10: ja nicht.

00:46:12: und gäbe es etwas Sabrina was du deinem früheren ich jetzt noch mal sagen wollen würdest zum Zeitpunkt der Trennung?

00:46:21: Für eine Alleinerziehende Situation.

00:46:24: Was würdest du ihr mitgeben?

00:46:29: Es wird alles gut und vertraut dein Gefühl.

00:46:33: Dieser Bett fällt dir was ein?

00:46:34: Das sehe ich ganz genau so, es wird alles Gut, es würde sich alles richten Und das stinkt jetzt total abgedroschen aber man ist stärker

00:46:44: als man glaubt.

00:46:47: Ist vielleicht doch etwas was hier allen anderen Eltern

00:46:49: ja

00:46:50: die möglicherweise vielleicht eine Situation noch erleben werden mit geben könntet.

00:46:53: ne

00:46:54: Also jede alleinerziehende Mutter und auch Vater, also die möchte man ja hier gar nicht ausschließen, leisten wirklich sehr viel.

00:47:03: In jeder Situation egal wie die Umstände sind, egal wie sie wohnen, welchen Geldbeutel Sie haben, das ist eine Herausforderung.

00:47:15: Was in der Gesellschaft?

00:47:17: Ehrlicherweise, dass es mein Empfinden noch nicht wirklich angekommen ist.

00:47:19: Also dieser Respekt davor oder dieses Annehmen oder die Sichtbarkeit auch einfach.

00:47:25: Also ich finde das immer so lustig... Nee, lustig ist es nicht!

00:47:28: Das meinen die ja gar nicht böse.

00:47:29: wenn man mir einen schönen Feierabend wünscht ist das nett gemeint.

00:47:34: Aber das

00:47:34: geht mir auch so, ich hab kein Feierabend dann?

00:47:36: Ja!

00:47:36: Auch nur weil mein Partner zuhause hat heißt es ja nicht, dass man...

00:47:39: Ja aber bei mir geht's denn hier auch richtig.

00:47:42: Dann fängt ja wie man immer so schön sagt die zweite Schecht erst an.

00:47:44: Das ist

00:47:45: so ja, dass bei allen die Kinder zu Hause haben ne?

00:47:50: Ja

00:47:50: und niemand... Aber man möchte das gar nicht so jetzt negativ oder so traurig hier verlassen.

00:47:54: also ich denke was man eigentlich sagen kann ist, dass es unseren Kindern doch relativ gut geht Und wir auf jeden Fall machen, wir geben unser Bestes.

00:48:05: Ja und niemand plant das?

00:48:06: Niemand wünscht sich das ein Kind allein oder getrennt groß zu ziehen oder in eine Patchwork-Situation zu leben.

00:48:12: aber ich finde man hat auch an euch gesehen ihr macht das Beste draus und es würde glaube ich auch jedes Elternteil von sich behaupten können und wollen fürs Kind und für sich jeder möchte seinem kind irgendwie Stabilität bieten.

00:48:26: Ja, ich glaube die große Herausforderung ist einfach dass beide Elternteile im Alltag des Kindes zusammenfinden und für das Kind irgendwie agieren.

00:48:33: Und ja zu gleichen Teilen für das kind da sind.

00:48:38: Ich würde sagen wir sind am Ende der Folge die ja doch sehr intim auch war und emotional wie ich finde Es ist ja mal nicht so einfach, dann vielleicht sachlich zu bleiben.

00:48:49: Aber ich glaube wir konnten schon hier und da den Zuhörerinnen und Zuhören was mitgeben.

00:48:54: Wichtig ist es wahrscheinlich wirklich im Gespräch zu bleiben auch als Eltern das haben wir jetzt schon mehrfach gesagt und dass es oftmals nicht so einfacher auch wenn gerade Verletzungen im Raum stehen oder so die eigenen Emotionen hinten anzustellen.

00:49:06: aber naja man sagt ja oft Zeit hätte alle wunden aber wahrscheinlich verblassen.

00:49:11: nur die Narben.

00:49:13: kann man das so sagen?

00:49:15: Es ist nicht immer leicht und wichtig ist einfach, dass Kinder nicht das Gefühl haben die Verantwortung tragen zu müssen.

00:49:21: Ich glaube kann man auch nochmal hervorheben, dass es wichtig ist, dass die Eltern die Verantwortung weiter tragen müssen und sich untereinander einigen müssen.

00:49:31: Was

00:49:31: man auch noch mal sagen kann sicherlich sind oftmals ... Ist die Existenz von Kindern ganz häufig der Grund?

00:49:39: dass Partnerschaften auseinandergehen, weil sich die Dynamik in einer Partnerschaft mit einem Kind ganz neu verändert.

00:49:46: Aber sie sind niemals der Grund und ich glaube das ist ein großer Unterschied.

00:49:50: Weil eigentlich ist es ja nur die Schwäche der Erwachsenen, weil sie mit dieser neuen Herausforderung und dieser Dynamik ... Und auch, dass sich Menschen durch einen Kind verändern können nicht umgehen können.

00:50:03: Ich glaube, das ist so meine Erkenntnis oder gebe ich auch meinem Kind mit, weil sie dann öfter mal die Frage stellte ob das an ihr liegt und das war niemals der Fall.

00:50:17: Also liebe Kinder von getrennt lebenden Eltern

00:50:21: vertraut

00:50:22: euren Eltern Sie versuchen Ihr Bestes.

00:50:25: Ich glaube dass können wir auch so zusammen fassen.

00:50:28: ich glaube sie versuchen immer das Beste fürs Kind zu machen.

00:50:31: keiner macht irgendwas Ja, was er sich selber nicht wünschen würde.

00:50:37: Und wenn ihr in einer ähnlichen Situation seid schreibt uns doch gerne mal eure Erfahrungen.

00:50:42: ich glaube das ist nicht so ein leichtes Thema betrifft aber sehr viele Leute und uns würde das schon mal interessieren wie es euch und euren Kindern vor allen Dingen damit geht Und ja, wie es bei euch so läuft mit euren Ex-Partnern oder Partnerinnen und vielleicht auch mit neuen Partnern in der Patchwork-Situation.

00:50:57: Das ist ja doch ein sehr umfangreiches Thema und insofern versuchen wir doch mal

00:51:03: trotzdem

00:51:04: fröhlich uns zu verabschieden.

00:51:06: bis zur nächsten Folge – auch wenn das glaube ich gerade schwerfällt aber auch das muss mal sein!

00:51:12: Mir hat es trotzdem ... Es klingt so negativ.

00:51:15: Mir ist Spaß gemacht, das ist sehr interessant!

00:51:17: Ich glaube da kann man auch Gespräche ... Es war mir eine Freude, es war ein nettes Gespräch.

00:51:21: vielen Dank euch.

00:51:23: Noch eine Runde für wie noch mal?

00:51:25: Nein, es ist ... Es ist halt ein schweres Thema und ich glaube da können wir auch noch mehr in die Tiefe gehen.

00:51:29: aber ich glaube fürs Erste sollte das reichen.

00:51:31: Ja wenn ihr Fragen habt, auch Nachfragen schreibt uns doch gerne falls ihr irgendwas noch mehr wissen wollt Und insofern hören wir uns einfach bei der nächsten Folge.

00:51:39: So machen wir es.

00:51:40: Bis dahin, Habtsfeind!

00:51:41: Tschüss!

00:51:42: Ciao!

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